Autor: Janine Neumeyer | 1. Februar 2008
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STORY DES MONATS

Deutsche Post lagert IT an HP aus
Deutsche Post World Net (DPWN), die weltweite Logistiksparte der Deutschen Post, will die in ihren Rechenzentren anfallenden IT-Dienstleistungen an Hewlett-Packard (HP) ausgliedern. HP soll sich dabei künftig um das Informations- und Datenmanagement, das Infrastruktur- und Netzwerk-management sowie das Applikationsmanagement kümmern. Beide Unternehmen haben eine dementsprechende Absichtserklärung bereits unterschrieben. Das genaue Volumen des Deals steht noch nicht fest, es soll sich aber in Milliarden-Höhe bewegen. Die Post erwartet durch die Auslagerung Einsparungen von mindestens einer Milliarde Euro über einen Zeitraum von sieben Jahren.

MEGADEALS

Grösster jemals in Belgien unterzeichneter IT-Outsourcingdeal

VERTRAGSABSCHLÜSSE IN DEUTSCHLAND

Airbus zählt weiterhin auf T-Systems
Thomas Cook vertraut bei Mainframe-Services weiter Atos Origin
T-Systems betreibt Packstationen der Deutschen Post
Lorenz hat seine IT von Bahlsen gelöst
T-Systems erhält Auftrag von der Deutschen Rentenversicherung

VERTRAGSABSCHLÜSSE IN DER SCHWEIZ

Swisscom IT Services übernimmt Hosting für Swissdec
Rotoflex entscheidet sich für in4U

FIRMENNACHRICHTEN

Eduard Bugelnig neu in Geschäftsführung bei Capgemini
Führungsumbau bei T-Systems geht weiter
HP Deutschland hat neuen Outsourcing-Chef
CSC: Neuer Vizepräsident des europäischen Outsourcing-Geschäfts
Abraxas und Geschäftsführer Oscar Schwark trennen sich
Paninfo geht an Österreicher

OUTSOURCING WISSEN

Computerwoche: Deutsche Outsourcing-Kunden sind zufrieden
CIO: Die kommende Macht des Software-Einkäufers
TPI: Europa übernimmt die Führung im Outsourcing
CIO: SAP-Anwender setzen stärker auf Outsourcing
Financial Times Deutschland: Warum in die Ferne schweifen?
LANline: Offshore Outsourcer greifen sich die Infrastruktur

Lookup - Verzeichnis der Outsourcing-Anbieter in Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

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AGENDA

11./12. Februar 2008, Hamburg: Hamburger IT Strategietage
13. Februar 2008, Frankfurt: Executive Briefing
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MEGADEALS

Grösster jemals in Belgien unterzeichneter IT-Outsourcingdeal
Die flämische Regierung hat ihren Informations- und Kommunikationstechnologie-Vertrag (ICT) mit dem Konsortium EDS-Telindus um sieben Jahre verlängert. Der Vertrag umfasst ein Volumen von rund 582 Millionen Euro und stellt damit den grössten jemals in Belgien unterzeichneten IT-Outsourcing-Vertrag dar. Die Vereinbarungen beinhalten ein Paket von IT-Services, das den End-User Support sowie das Management der End-User-Infrastruktur enthält und die IT-Verfügbarkeit für die flämische Regierung sicherstellt. EDS und Telindus sind bereits seit 2003 Partner der flämischen Regierung. Der Vereinbarung nach ist EDS verantwortlich für System- und Applikations-Management, Applikationsentwicklung und -Support, Service Desk, Server, Storage und Mainframe-Infrastruktur. Telindus ist zuständig für Netzwerk, PC Support und Sicherheit des ICT-Systems der flämischen Regierung. Der neue Vertrag tritt zum 1. Februar 2008 in Kraft.
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VERTRAGSABSCHLÜSSE IN DEUTSCHLAND

Airbus zählt weiterhin auf T-Systems
Europas grösster Flugzeughersteller hat den Betriebsauftrag für seine Zentralrechner mit T-Systems bis 2012 verlängert. Kernelement der Vereinbarung ist eine Verlagerung der Server von Toulouse nach München. Dadurch werden die Betriebskosten sinken. Aus dem Münchner Rechenzentrum von T-Systems bezieht Airbus künftig seine zentrale Rechenpower für den Betrieb von produktions- und dokumentations-nahen Anwendungen in Frankreich, Deutschland und England.
Thomas Cook vertraut bei Mainframe-Services weiter Atos Origin
Thomas Cook, zweitgrösster Anbieter von touristischen Leistungen in Deutschland, hat mit dem internationalen IT-Dienstleister Atos Origin einen Vertrag in zweistelliger Millionenhöhe abgeschlossen: Ab 2008 wird Atos Origin für fünf Jahre die Mainframe-Services des Reisekonzerns verantworten. «Mit Atos Origin haben wir einen Partner, der über grosse Erfahrung gerade in kritischen Systemumgebungen verfügt. Für uns sind Qualität in punkto Sicherheit und Verfügbarkeit und die Prozesse, die dahinter stehen, extrem wichtig», sagt Reinhard Eschbach, CIO der Thomas Cook, und ergänzt: «Die Systeme, auf denen beispielsweise unsere Buchungen laufen, sind die Grundlage für unser Business. Atos Origin kann uns da einen umfassenden Service bieten.» Thomas Cook nutzt den European Mainframe Hub des IT-Dienstleisters, ein neues Hochersicherheits-Rechenzentrum, das Atos Origin in Essen betreibt. In diesem so genannten Twin-Datacenter werden Rechenzentrumsleistungen für Kunden in aller Welt erbracht.
T-Systems betreibt Packstationen der Deutschen Post
DHL Deutschland vergibt den Betrieb der gesamten Informations- und Netzwerktechnik an T- Systems. Der Logistikspezialist im Konzern Deutsche Post World Net bringt seine Informationstechnologie auf einen einheitlichen Stand und wird damit die Servicekosten deutlich reduzieren. T Systems wird die Rechner und Netzwerke des Unternehmens schrittweise modernisieren. Der Dienstleister übernimmt den Service für rund 8’000 Arbeitsplatzrechner, ungefähr 500 Server sowie etwa 50 zentrale Anwendungen der DHL. «Die integrierte Servicepartnerschaft mit T-Systems sichert den wirtschaftlichen Betrieb unserer Informations-systeme und verbessert den strategischen Spielraum für unsere künftige IT-Planung. DHL kann sich dadurch noch stärker auf seine Kernkompetenz, die Bereitstellung logistischer Dienstleistungen, konzentrieren», erklärt Dr. Dirk Olufs, CIO DHL Express Germany. Zusätzlich betreibt T-Systems als Dienstleister für Informations- und Netzwerktechnik alle lokalen und standortübergreifenden Netze. Der Auftrag habe eine Laufzeit von vier Jahren.
Lorenz hat seine IT von Bahlsen gelöst
Ende der 90er Jahre hatte sich Lorenz, die «salzige» Sparte des Bahlsen-Konzerns, selbständig gemacht. Die IT der Lorenz Snack-World mit Sitz in Neu-Isenburg blieb allerdings acht Jahre lang eng mit der des Mutterunternehmens verbunden – vor allem wegen eines zum Zeitpunkt der Trennung gerade erst vereinbarten Outsourcing-Abkommens mit T-Systems. Dieser Kontrakt lief am 31. Dezember 2007 aus. Der neue Vertrag wurde bereits vor zwei Jahren ausgeschrieben, den Zuschlag erhielt BASF IT Services. Neben dem SAP ERP-System werden auch alle anderen von Lorenz eingesetzten IT-Systeme wie beispielsweise das Supply-Chain-Management-System SAP APO (Advanced Planner & Optimizer) gewartet und weiter entwickelt. BASF IT Services übernimmt ausserdem alle Desktop Services von Lorenz Snack-World, das Hosting und den Betrieb der Mail- und Messaging-Systeme, den Aufbau und die Betreuung des LAN (Local Area Network) und des WAN (Wide Area Network) sowie die gesamte IT-Sicherheit. Der Vertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren und umfasst ein Volumen von mehreren Millionen Euro.
T-Systems erhält Auftrag von der Deutschen Rentenversicherung
Die Deutsche Rentenversicherung wird künftig Leistungen rund um ihre Sprach-, Daten- und Mobilfunk-netze bundesweit von T-Systems beziehen. Die Lösung, die T-Systems gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung und dem strategischen Partner Cisco Systems realisiert, verbindet rund 700 Standorte und 4’000 mobile Nutzer im Aussendienst oder Home-Office über verschlüsselte Daten-leitungen (Virtual Private Network, VPN) mit den Bundesträgern Deutsche Rentenversicherung Bund und Knappschaft Bahn See sowie den 14 Regionalträgern und den sechs Rechenzentren. Das Volumen des Vertrags liegt im mittleren, zweistelligen Millionenbereich.
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VERTRAGSABSCHLÜSSE IN DER SCHWEIZ

Swisscom IT Services übernimmt Hosting für Swissdec
Seit dem 1. Dezember 2007 betreibt Swisscom IT Services die Swissdec-Applikation «Distributor», eine Software zur Verteilung von Lohndaten. «Distributor» empfängt die direkt aus einer Swissdec-zertifizierten Lohnbuchhaltung gesendeten Lohndaten von Unternehmen und verteilt sie an die jeweiligen Empfänger wie Verwaltungsbehörden und Versicherungen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Der Inbetriebnahme ging eine dreimonatige Realisationsphase voraus. Dem Verein Swissdec gehören die Suva, die AHV/IV, der Schweizerische Versicherungsverband, die Schweizerische Steuerkonferenz und das Bundesamt für Statistik an.
Rotoflex entscheidet sich für in4U
Rotoflex hat sich für das ASP-Modell von in4U entschieden und vertraut den Betrieb ihrer Informatik dem Dienstleister an. Die 1975 gegründete Rotoflex beschäftigt über 70 Mitarbeitende. Am Hauptsitz Grenchen und in weiteren Niederlassungen produziert sie Tiefdruckfarben, Flexdruckfarben, Farbkonzentrate und Lacke, welche grösstenteils zum Bedrucken von Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden. Im Sommer 2005 wurde die Rotoflex beinahe vollständig durch einen Brand zerstört. Fast das gesamte Wissen der Rotoflex, tausende von Rezepturen, hätten damals untergehen können. Um diesbezüglich mehr Sicherheit zu gewährleisten, entschied sich Rotoflex an in4U auszulagern. Ausserdem hat in4U im Januar gleich fünf neue Kunden aus dem Mittelstand dazu gewonnen, darunter die Stiftung Aarhus, HumanExcellence, Josef Meyer Waggon, die Klinik Südhang und das Hoch- und Tiefbauunternehmen Gebr. Jetzer.
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FIRMENNACHRICHTEN

Eduard Bugelnig neu in Geschäftsführung bei Capgemini
Zum 1. Januar 2008 wurde Eduard Bugelnig (43) zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Capgemini Systems GmbH und Chief Executive Officer der IT-Outsourcing-Sparte von Capgemini in Zentral- und Osteuropa ernannt. Sein Verantwortungsgebiet umfasst die Länder Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Osteuropa. Eduard Bugelnig folgt auf Peter Henkel, der nach zweieinhalb Jahren an der Spitze und erfolgreicher Neuaufstellung der Einheit in die Funktion des Chief Operating Officers (COO) wechselt. Henkel bleibt Geschäftsführer der Capgemini Systems GmbH, ebenso wie Antonio Schnieder, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Geschäftsführung der Capgemini Deutschland Holding GmbH ist. Bugelnig verantwortete zuletzt von London aus das Risikomanagement für Outsourcing-Projekte bei Capgemini auf globaler Ebene.
Führungsumbau bei T-Systems geht weiter
Der Umbau der Führungsetage bei der Telekom-Geschäftskundensparte T-Systems geht weiter. Am Mittwoch gab Ulrich Kemp, zuständig für das operative Geschäft von T-Systems Business Services, seinen Rücktritt bekannt. Kemp verantwortete das operative Geschäft der Sparte Business Services mit rund 160'000 mittelständischen Geschäftskunden. Als COO leitete er die gesamte Vertriebsstruktur sowie das Service-Management und die «TelCo-Operations». Er verlasse das Unternehmen aus persönlichen Gründen, teilte T-Systems in Frankfurt mit. Kommissarischer Nachfolger wird Norbert Hölzle, der seit 2004 in unterschiedlichen Führungspositionen bei T-Systems tätig ist. Innerhalb weniger Monate hat T-Systems nach dem Weggang von Lothar Pauly, Hans-Jürgen Schwerhoff und Axel Knobe nun bereits den vierten hochrangigen Manager verloren.
HP Deutschland hat neuen Outsourcing-Chef
Michael Eberhardt (44) leitet neu das Outsourcing-Geschäft von HP Deutschland. Eberhardt war bis vor kurzem Vorstandsvorsitzender des IT-Dienstleisters TDS, Neckarsulm. Bei TDS fing Eberhardt im Jahr 2000 als Geschäftsführer Vertrieb für das Outsourcing-Geschäft an. Innerhalb eines Jahres stieg er zum Vertriebsvorstand auf und wurde einige Monate später zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Der Geschäftsbereich «Outsourcing Services», dem er nun vorsteht, ist ebenso wie «Technology Services» und «Consulting & Integration» ein Teil von HP Services Deutschland. In seiner neuen Funktion berichtet Eberhardt an Edgar Aschenbrenner, Vizepräsident HP Services und Geschäftsführer der Hewlett-Packard GmbH.
CSC: Neuer Vizepräsident des europäischen Outsourcing-Geschäfts
Computer Sciences Corporation (CSC) gab bekannt, dass das Unternehmen Norman Pitman zum Vizepräsidenten des European Outsourcing Business Development ernannt hat. Pitman, der Nick Wilson, dem Vorsteher des Geschäftsbereiches European Northern Region von CSC, unterstehen wird, wechselt von EDS zu CSC. Dort war er als Deal Leader für den Geschäftsbetrieb in Europa, dem Nahen Osten und Afrika tätig. Wilson bemerkt: «Die 20-jährige Erfahrung von Norman und seine herausragende Erfolgs-geschichte in dieser Branche, speziell auf dem Gebiet des Outsourcing im gewerblichen und öffentlichen Sektor, wird ein Schlüsselfaktor für die anhaltende Expansion unseres europäischen Outsourcing-Geschäfts sein. Während wir in die Zukunft blicken und mit der Einführung der nächsten Generation von Outsourcing-Dienstleistungen für unsere Kunden beginnen, wird Normans Erfahrung bei dieser fortgesetzten Evolution eine integrale Rolle spielen.»
Abraxas und Geschäftsführer Oscar Schwark trennen sich
Der Verwaltungsrat der Abraxas Informatik und Oscar Schwark trennen sich im gegenseitigen Einverständnis. In den sieben Jahren als Geschäftsführer leistete Oscar Schwark einen wesentlichen Beitrag zur positiven Entwicklung von Abraxas. Wichtige Meilensteine in dieser Entwicklung sind der schweizweite Eintritt in das Fachanwendungsgeschäft, die Akquisition und Integration verschiedener Unternehmen und zuletzt die Initialisierung der Kooperationsgespräche mit der Bedag Informatik. Bis ein Nachfolger von Oscar Schwark als Geschäftsführer gefunden ist, wird der Verwaltungsrat, vertreten durch Thomas Flatt, seine Aufgaben weiterführen.
Paninfo geht an Österreicher
Kurt D. Weber regelt seine Nachfolge durch eine brancheninterne Lösung: Der internationale Systemintegrator ACP mit Stammsitz in Wien übernimmt das Schweizer Systemhaus in Brüttisellen und tritt damit in den Schweizer Markt ein. Weber bleibt mit einem wesentlichen Minderheitsanteil an der Paninfo beteiligt und wird als aktiver Verwaltungsrat die guten Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitenden und Partnern weiterhin pflegen. Die operative Führung übernimmt der bisherige COO Matthias Keller als neuer Geschäftsführer. Sämtliche Paninfo-Standorte werden unverändert weitergeführt. «Als Teil einer grossen Unternehmensgruppe können wir internationale Ressourcen nutzen und weitaus schneller wachsen», erklärt Weber. «Die Partnerschaft mit ACP ist sinnvoll und überzeugend. Die Chemie stimmt. Mit ACP habe ich einen Wunschpartner für meine Nachfolge gefunden. Die neue Besitzerkonstellation bildet eine viel versprechende Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Paninfo und schafft damit nachhaltige Perspektiven für unsere Kunden, Mitarbeitenden und Partner.»
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OUTSOURCING WISSEN

Computerwoche: Deutsche Outsourcing-Kunden sind zufrieden
Laut einer Umfrage der Fakultät Wirtschaft und Recht der Fachhochschule Aschaffenburg haben die meisten Anwender an den Beziehungen zu ihren Outsourcing-Partnern wenig auszusetzen. Auf die Frage «Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem derzeitigen Outsourcing-Projekt?» äusserten sich insgesamt 80 CIOs und IT-Leiter von Unternehmen verschiedener Branchen überraschend positiv: 57 Prozent gaben an, mit ihrem Auslagerungsergebnissen zufrieden zu sein. 17,7 Prozent der Befragten sind sogar sehr zufrieden. Fast 75 Prozent ziehen also eine positive Bilanz. Dabei loben die Anwender vor allem die Einhaltung der SLAs (Service Level Agreements): 76 Prozent der Befragten sind mit der Vertragserfüllung ihrer externen Anbieter zufrieden oder sehr zufrieden. Anders ist es beim Thema Dienstleistungsorientierung: Sie ist für die Anwender das drittwichtigste Kriterium, steht in der Zufriedenheitsskala jedoch nur auf Platz sieben.
CIO: Die kommende Macht des Software-Einkäufers
Open Source, Business Process Outsourcing und die neuen Märkte Indien und China - Software-Anbieter geraten in den kommenden zehn Jahren mächtig unter Druck, so die Analysten von Gartner. Und das heisst umgekehrt: CIOs und Einkäufer können deutlich härter verhandeln. Laut Gartners Research Vice President William Snyder sollten Anbieter «realistischere Margen» einkalkulieren. Dahinter steht ein deutlicher Umschwung im Machtgefüge zugunsten des Käufers. Folgende Punkte tragen dazu bei: Die Zunahme von Business Process Outsourcing (BPO), die steigende Nachfrage nach Software as a Service (SaaS), die Kombination von niedrig-preisigen Entwicklungsmöglichkeiten und modularen Architekturen, neue Support-Angebote durch Fremdanbieter, wachsendes Interesse an Open Source, das Erstarken chinesischer Software-Unternehmen und die Expansion aus chinesischen, indischen und brasilianischen Märkten.
TPI: Europa übernimmt die Führung im Outsourcing
Laut dem Beratungsunternehmen TPI war Europa 2007 erstmals der aktivste IT-Outsourcing-Markt. Sowohl die Anzahl der Verträge als auch der Gesamtvertragswert (TCV) in dieser Region überstiegen die entsprechenden Werte von Nord- und Südamerika. Der TCV in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Besonders im Bereich der Erstauslagerungen war ein signifikanter Zuwachs erkennbar: TPI verzeichnete letztes Jahr in Europa über 30 Prozent mehr Neuabschlüsse als 2006. «Unternehmen in Kontinentaleuropa setzen inzwischen vermehrt auf Outsourcing», so Bernd Schäfer, Partner und Managing Director von TPI Deutschland. «Wir haben in dieser Hinsicht in EMEA, und hier vor allem in Deutschland, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz und Frankreich, eine im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Aktivität festgestellt.»
CIO: SAP-Anwender setzen stärker auf Outsourcing
Meetbiz-Research hat im Auftrag von Solutionsparc 303 deutsche SAP-Anwender zu ihrer Einstellung gegenüber IT-Outsourcing befragt. Daraus resultierte, dass für mehr als jedes vierte Unternehmen (27%) externe Dienstleistungen von hoher strategischer Bedeutung sind. Zwei von fünf Firmen (41%) planen für dieses Jahr auch in grösserem Umfang IT-Funktionen auf externe Dienstleister zu übertragen als im Vorjahr. Die Investitionen in die eingekauften Services sind zum Teil ebenfalls beträchtlich. So will jeder Siebte der Befragten seine Ausgaben für IT-Outsourcing um 20 Prozent oder sogar noch mehr erhöhen.
Financial Times Deutschland: Warum in die Ferne schweifen?
«Nearshoring» nennen Experten den Trend, IT-Aufträge nach Osteuropa oder in den Kaukasus zu vergeben. «Immer häufiger geht es in Länder, die man beim Gedanken an IT-Outsourcing nicht sofort auf dem Radar hat», sagt Thomas Meyer, Ökonom bei der Deutschen Bank. Waren es anfangs nur Callcenter in Prag und Help-Desks in Warschau, kommen Online-Unterstützung inzwischen auch aus dem albanischen Tirana und Software aus dem rumänischen Bukarest. Beliebt ist auch Eriwan, die Hauptstadt Armeniens. Auf diese Nearshoring-Länder trifft alles zu, was Experten als Kriterien für einen geeigneten Outsourcing-Standort aufzählen: niedrige Löhne, Nähe (wegen der Zeitverschiebung), gute Sprach-kenntnisse der Mitarbeiter, ein hohes Ausbildungsniveau und stabile politische Verhältnisse.
LANline: Offshore Outsourcer greifen sich die Infrastruktur
Bislang bestand Offshore-Outsourcing zumeist im Auslagern von IT-Diensten nach Indien oder in andere Länder mit einer nützlichen Kostenstruktur. Doch jetzt nehmen die indischen Outsourcer auch die Hochburg der IT-Infrastruktur ins Visier. So hat der indische IT-Dienstleister Wipro kürzlich den auf Managed Services spezialisierten amerikanischen IT-Anbieter Infocrossing aufgekauft. Laut Forrester stellt dies einen Wendepunkt im Outsourcing-Geschäft dar, da Wipro damit die grossen etablierten Outsourcer auf ihrem heimischen Territorium angreift. Laut einer Einschätzung der Forrester-Analystin Julie Giera ist die Infocrossing-Akquisition ein deutlicher Weckruf für Wipros Konkurrenten Satyam und Infosys – aber auch für die auf den europäischen und amerikanischen Märkten angesiedelten Managed-Infrastructure-Anbieter wie IBM, HP, EDS, CSC und Dell. „Wipro steht in den Startlöchern, um In-House-Outsourcing jeder Grössenordnung zu übernehmen“, so Giera.
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AGENDA

11./12. Februar 2008, Hamburg: Hamburger IT Strategietage
Um Hamburg als leistungsstarken IT-Standort mit einem «Fixtermin» im Kalender der IT-Kongresse für Top-Entscheider der deutschen Wirtschaft zu verankern, wurden 2003 die Hamburger IT-Strategietage von Hamburg@work in Kooperation mit CIO, Computerwoche und Financial Times Deutschland ins Leben gerufen. Der Kongress soll den CIOs die Möglichkeit des Vergleichs der eigenen IT-Strategie mit der der Konkurrenz bieten und Entscheidungshilfen in Bezug auf die aktuellen IT-Trends geben. Die Hamburger IT-Strategietage widmen sich in diesem Jahr den Themen Control Complexity, Mobility, Advanced Collaboration, IT-Sourcing, CIO-Skills und Global Challenges.
13. Februar 2008, Frankfurt: Executive Briefing
Hauptthema des diesjährigen «Executive Briefing» ist das IT-Outsourcing-Jahr 2007: Welche Deals prägten das Geschäft? Was sind die neusten Trends am Markt? Das «Executive Briefing» richtet sich an Entscheidungsträger, die sich intensiv mit dem Thema Outsourcing auseinandersetzen, sowohl auf Kunden- als auch auf Anbieterseite. Die Veranstaltung findet im Japan Center in Frankfurt statt. Kurzentschlossene können sich noch bis zum 5. Februar 2008 anmelden.
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